Was rot war
Autor: Enrico Ippolito
Verlag: Kindler
Deutsch
5.00 CHF
ISBN: 978-3-463-40747-3

Auch Teil des Konvoluts «5 Bücher aus Romane»


Enrico Ippolitos "Was rot war" (Kindler Verlag) ist ein Roman, der sich mit den komplexen Themen von Erinnerung, Trauma und der Verarbeitung der Vergangenheit auseinandersetzt. Der Fokus liegt auf der Beziehung zwischen einem Vater und seinem Sohn, die durch die traumatischen Erfahrungen des Vaters im Zweiten Weltkrieg und dessen anschliessende Verarbeitung - oder besser gesagt, Nicht-Verarbeitung - nachhaltig belastet ist.

Der Roman zeichnet kein klares Bild von Gut und Böse, sondern präsentiert eine vielschichtige und ambivalente Darstellung der beteiligten Personen. Die Vergangenheit wirkt sich auf die Gegenwart aus, prägt die Beziehungen und hinterlässt tiefe Narben, die sich nur schwer heilen lassen. Der Erzählstil ist vermutlich subtil und eindringlich, da Ippolito bekannt ist für seine präzise Sprache und sein feines Gespür für die menschlichen Abgründe. Die "rote Farbe" im Titel deutet wahrscheinlich auf ein wiederkehrendes Motiv hin, das mit Gewalt, Blut oder vielleicht auch mit einer bestimmten Erinnerung verbunden ist - ein symbolisches Element, welches die zentrale Thematik des Romans unterstreicht. Ohne den Roman gelesen zu haben, lässt sich der genaue Inhalt nur spekulativ beschreiben. Es ist jedoch anzunehmen, dass "Was rot war" ein anspruchsvoller, literarisch wertvoller Roman ist, der den Leser zum Nachdenken anregt und ihn mit den komplexen Mechanismen der Traumaverarbeitung konfrontiert.